Menschen im Cafe SAM

Trotz Erfolgsgeschichte: Der Cafébetrieb von CAFE SAM schliesst am 6. Februar 2026

CAFE SAM ist eine Erfolgsgeschichte als offener Begegnungsort für eine inklusive Gesellschaft. Umso schwerer fällt dieser Schritt: Aus finanziellen Gründen wird der Cafébetrieb am Freitag, 6. Februar 2026, zum letzten Mal als Café geöffnet sein.

Gerade weil sich das Gesamtkonzept bewährt hat, gebraucht wird und weit über ein klassisches Café hinausgeht, schmerzt diese Entscheidung besonders. Gleichzeitig markiert diese Zäsur auch einen Moment der Offenheit: für neue Ideen, neue Verantwortung – und für Menschen und Organisationen, die gemeinsam mit uns an die Zukunft dieses besonderen Ortes glauben.

Mehr als ein Café

Ein Café kann vieles sein: ein Ort für guten Kaffee, feines Essen und kurze Pausen im Alltag. CAFE SAM war immer mehr als das. Es ist ein offener Begegnungsort, ein Lernort, ein Arbeitsort – und ein Ort, an dem Inklusion gelebt wird.
Menschen mit ganz unterschiedlichen Hintergründen begegnen sich hier auf Augenhöhe: Gäste aus der Region, Lernende, Menschen mit Unterstützungsbedarf, Freiwillige und Fachpersonen. Gemeinsam haben sie CAFE SAM zu dem gemacht, was es heute ist.

Eine Erfolgsgeschichte, die wirkt

Als Gesamtprojekt hat sich CAFE SAM eindrücklich bewährt. Die Zahlen, die stetig wachsende Nutzung und vor allem die vielen persönlichen Geschichten zeigen: Der Bedarf ist da – und der Impact ist real.
Menschen finden hier Struktur, Sinn, neue Perspektiven und soziale Anbindung. Andere einen offenen Ort für Austausch, Mittagessen oder Co-Working. Das Zusammenspiel von Cafébetrieb, Lernstube und niederschwelliger Sozialberatung war und ist das Herz von CAFE SAM.

Kuchen wird serviert im Cafe SAM
Schiefertafel vor Cafe SAM
Helfer im Cafe SAM

Warum wir den Cafébetrieb einstellen

So widersprüchlich es klingt: Der Erfolg von CAFE SAM reicht nicht aus, um den Cafébetrieb dauerhaft zu finanzieren.
Die Stiftung Ancora-Meilestei kann die notwendige Querfinanzierung von rund CHF 200’000 pro Jahr nicht länger tragen. Als Trägerschaft sind wir gezwungen, Verantwortung zu übernehmen – und ehrlich zu kommunizieren, was möglich ist und was nicht.

Darum wird der Cafébetrieb von CAFE SAM bis auf Weiteres eingestellt. Der letzte Öffnungstag ist Freitag, 6. Februar 2026. Dieser Schritt fällt uns sehr schwer – und er tut weh. Gerade weil wir wissen, wie viel Herzblut, Engagement und Vertrauen in diesen Ort geflossen sind.

Danke – von Herzen

Wir danken allen, die CAFE SAM mitaufgebaut, mitgetragen und mit Leben gefüllt haben und es weiterhin tun:
unseren Mitarbeitenden, den Menschen an begleiteten Arbeitsplätzen, den Freiwilligen, unseren Partnern – und euch, unseren treuen Gästen.
Durch euren Zuspruch, eure Besuche und eure Offenheit ist CAFE SAM zu dem geworden, was es ist: ein offener Begegnungsort für eine inklusive Gesellschaft.

Was bleibt – und was weitergeht

Umso wichtiger: CAFE SAM ist mehr als der Cafébetrieb.
Die Lernstube Wetzikon wird weiterhin am Standort geführt. Auch die niederschwellige Sozialberatung bleibt bestehen. Diese Angebote sind unabhängig vom Cafébetrieb finanziert – und sie wirken. Tag für Tag.


Damit bleibt ein wesentlicher Teil des CAFE-SAM-Gedankens erhalten: Menschen zu stärken, Grundkompetenzen zu fördern und Unterstützung unkompliziert zugänglich zu machen.

Ein Hoffnungsschimmer am Horizont

Und es gibt Hoffnung.
Wir sind überzeugt: Das Konzept CAFE SAM hat Zukunft. Darum suchen wir weiterhin Mitstreiterinnen und Mitstreiter, Partner oder eine neue Trägerschaft, die bereit sind, Verantwortung zu übernehmen und diesen besonderen Ort in eine nächste Phase zu führen.


Wer sich angesprochen fühlt – oder jemanden kennt, der Interesse haben könnte – ist herzlich eingeladen, mit uns ins Gespräch zu kommen.

Kontakt

Christoph Kassel, Geschäftsleitung
079 377 92 64
christoph.kassel@ancora-meilestei.ch

Danke für eure Verbundenheit

CAFE SAM zeigt, was möglich wird, wenn Inklusion nicht nur ein Wort bleibt, sondern täglich gelebt wird. Für dieses Vertrauen danken wir euch von Herzen – und wir sind überzeugt, dass diese Geschichte noch lange nicht zu Ende erzählt ist.

Herzlich
Euer CAFE SAM-Team
Stiftung Ancora-Meilestei

Autorin: Miriam Bleuler, Leiterin Marketing & Fundraising