Stiftung
Ancora-Meilestei

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Sozialtherapie

Durch das (Vor)Leben von Werten wie Offenheit, Klarheit und einem respektvollen Umgang auf Augenhöhe wollen wir einen vertrauensvollen Alltag prägen, in dem Hoffnung möglich wird. Ein Alltag, der zwar konfrontativ, aber auch schützend ist. Ein Alltag, der ebenso bewusst frei von pädagogischen oder sozialtherapeutischen Settings sein kann.

 

Die Wohn-, Sozial- und Selbstkompetenz wird in verschiedenen Wohnformen und Modulen geübt und gefestigt. Wir wollen individuell an der Verstehbarkeit der Lebenssituation, der Handhabbarkeit der Umstände sowie der Bedeutsamkeit für die Zukunft arbeiten.

 

Ein Aufenthalt in den verschiedenen Wohnangeboten in unserer Stiftung gliedert sich in drei Prozessabschnitte. Die Aufenthaltsdauer richtet sich nach dem individuellen Prozess des Klienten. Zu Beginn liegt der Fokus auf „Ankommen und Einleben“, gefolgt von „Wahrnehmen von Eigenverantwortung“, das fliessend in die „Orientierung gegen Aussen“ übergeht; alles mit dem Ziel der bestmöglichen gesellschaftlichen Integration. Abschliessend folgt der Fokus auf die „Ablösung“.

 

Die Intensität der Begleitung, das vermehrte Übernehmen von Eigenverantwortung des Teilnehmenden, der Grad der Verbindlichkeit und Partizipation, die entsprechende Wohnform und die Orientierung gegen aussen werden individuell in Bezug auf die Teilnehmermerkmale gemeinsam geplant.

 

Folgende Grafik zeigt das angestrebte Wiedererlangen der Selbständigkeit des Teilnehmenden über die Prozessabschnitte und durch die verschiedenen Wohnformen in unserer Stiftung.

 

 

Grafik Aufenthalt ver.3

 

Eine auf das jeweilige Wohnsetting angepasste Hausordnung gibt bestimmte Regeln, Verhaltensweisen und Umgangsformen vor, die für das Zusammenleben und für das Festigen der oben genannten Kompetenzen wichtig sind. Das Ziel der Wohnangebote ist das Führen einer möglichst selbständigen Wohnform und das Erreichen einer eigenständigen Lebensgestaltung.

 

Es wird viel Wert auf eine förderliche Gruppendynamik innerhalb der Gruppe gelegt. Diese soll durch Gruppenstunden, Gemeinschaftswochenenden, Outdoorerlebnisse und Erlebniscoachings initiiert und gestärkt werden. Der sichere Rahmen der Gruppe bietet den Teilnehmenden die Möglichkeit, sich mit sich selber und ihrem Umfeld auseinanderzusetzen, woraus neues Selbstvertrauen aufgebaut wird.

 

Für den Teilnehmenden nimmt der Fokus auf die institutionelle Gruppenzugehörigkeit aufgrund der Aufenthaltsdauer und der erreichten sozialen und beruflichen Zielsetzungen immer mehr ab. Stattdessen liegt der Schwerpunkt vermehrt auf der gesellschaftlichen Partizipation und dem Aufbau eines sozial tragfähigen Umfeldes. Soziale Integration gelingt einerseits durch berufliche Integration, aber vor allem auch dann, wenn ein Aufbau von Beziehungen und ein Klären von bestehenden Beziehungskonflikten im Systemumfeld gelungen sind.

 

Während des Aufenthalts in einem Wohnangebot in unserer Stiftung wird der Teilnehmende von einer internen Fachperson durch Bezugspersonenarbeit begleitet und unterstützt. Eine wertschätzende Beziehung ist die Grundlage dieser Zusammenarbeit, wobei die Mitgestaltung des Teilnehmenden in der Sozialtherapie gefördert wird. Das schafft die Voraussetzungen für eine erfolgreiche Stabilisierung.
Es wird auf eine Zusammenarbeit mit externen Fachpersonen (Ärzte, Psychologen, Psychiater) gesetzt, damit der Teilnehmende optimal unterstützt wird.

 

web trekkingcamp

«Ich erlebte im MEILESTEI viel Geduld auf dem schwierigen Weg zurück ins Leben.»

R. R., 40-jährig
Ehemaliger Therapie-Teilnehmer